Wanderung auf der Jinama Route

 
 

Der Jinamaweg führt über einen Abhang welcher in seinem Mittelteil den Bogen von Valle del Golfo auf El Hierro umrahmt, und dort am hohen Teil der Insel in der Meseta de Nisdafe, bis zur Plaza de Candelaria führt. Das nächstliegende Dorf zum Ausgangspunkt der Route ist San Andrés (ca. 3 km entfernt). Der Jinamaweg ist einer der am häufigsten von den historischen “mudadas” (Ortswechsel) benutzten Wege. Die Bewohner der Umgebung hauptsächlich von San Andrés, Isora und La Cuesta wanderten zweimal im Jahr, im Winter und im Sommer, von den Weiden der Hochebene zu den Weiden der Ortschaften im Golfo. Zu diesen Jahreszeiten, ist das Klima in der Hochebene sehr streng, deshalb nutzten sie diese Zeiten für landwirtschaftliche Aktivitäten, wie dem Anbau von Wein oder anderen Früchten, sowie für die Fütterung des Viehs.

 Die Route liegt im Zentrum von El Hierro.
Die Route liegt im Zentrum von El Hierro.

Der Weg beginnt in den Bergen auf einer Höhe von 1230 Metern über dem Meeresspiegel, am Aussichtspunk Mirador de Jinama, von welchem man das ganze Tal überblicken kann. Dort steht die Wallfahrtskapelle “Virgen de la Caridad”, in der die Wanderer um Schutz für ihre Reise beteten oder sich für die Rückkehr zu den im Inland liegenden Dörfern bedankten.

Die Wege sind von Mauern und Schutzwänden gesäumt, die sie begrenzen, teilweise übernehmen auch die Vegetation und abschüssige Felshänge diese Funktion. Der größte Teil des Weges ist gepflastert.
Ungefähr nach 400 Metern abwährts finden wir eine aus Steinen gebaute Raststelle die auf einer Felsenbasis liegt und als Aussichtspunk dient.
Der durch den ständig blasenden “Passatwind” erzeugte waagrechte Regen, formt eine Wolkendecke über dem Golf-Tal zwischen 800 und 1200 Metern über dem Meer. Die reichlich vorhandene Vegetation wird durch die ständige Feuchtigkeit begünstigt.

Nach 850 Metern gelangen wir an eine große Mauer, die mit Moos, Farnkraut und andern Pflanzen, die Feuchtigkeit lieben, bewachsen ist, und die durch das Wasser, das durch eine offene Mauerbresche quellt, bewässert werden. Von hier aus, nach dem Holzgeländer, haben wir einen Blick auf eine Schlucht mit reicher Vegetation (Heidegewächs – “fayal-brezal”).

1.500 Meter weiter kommen wir zum Miradero, so nennt man eine Raststelle, die sich in einer Kurve oder Vorsprung des Weges befindet. Von hier aus kann man das gesamte Tal bis zu seiner  Westgrenze, mit dem Dorf Sabinosa und der Küste von Arenas Blancas überblicken.

Nachdem wir 1.800 Meter der Stecke zurückgelegt haben, finden wir die Tincos-Quelle auf der linken Seite des Weges abwärts gehend. Aus dieser Quelle tranken alle Wanderer, die diesen Weg gingen, deshalb ist sie sehr bekannt. 30 Meter weiter kommt man zum “Hoyo de Tincos” von einer hohen senkrechten Mauer flankiert. Ab hier beginnt neuerdings die Bepflasterung, es geht leicht aufwärts und danach steil hinunter. Ab dieser Stelle wechselt die Vegetation und man kann die ersten “mocanes” erblicken, direkt am Wegrand sticht der als “Mocán de Sombra" – Schatten-mocán bekannte Baum hervor, an dessen Wurzelende sich eine Vortreppe und ein Erbeerbaum befinden; die Früchte beider Bäume dienten den Ureinwohner von El Hierro, den “Bimbaches”, als Nahrung.

Eine Lichtung inmitten der dichten Vegetation gibt die Sicht frei auf die Tibataje-Klippe und “Fuga de Gorreta“, ein Naturschutzgebiet, in dem fast 1.000 Exemplare der Rieseneidechse von El Hierro (Gallotia simonyi machadoi) leben. Es handelt sich um eine der meist gefährdeten Reptilsorten auf der Erde, die im „centro de recuperación“ im im Golfo-Tal in Gefangenschaft fortgepflanzt werden.
600 Meter über dem Meeresspiegel erblickt man die ersten Felder. Vor allem die Weinberge stechen hervor, aus deren Trauben die berühmten, in den vergangenen Jahrhunderten an die europäischen Königshöfe exportierten Weine, hergestellt wurden; welche heutzutage ihre eigene Ursprungsbezeichnung haben und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Rechts des Weges, in diesem Anbaugebiet, werden wir ein Holzkreuz sehen, das für die Einwohner von El Hierro ein Erinnerungszeichen an ihre Verstorbenen ist .

Ein bisschen weiter unten erscheint ein prächtiges Exemplar einer kanarischen Kiefer, das einzige, dem Sie auf dem Weg begegnen werden.
700 Meter vor dem Ende unserer Route, überqueren wir einen Kiesweg und gehen weiter über eine gepflasterte Strasse. Während wir ab jetzt einen guten Überblick über die verschiedener Siedlungen vom Golfo-Tal haben, geht der letzte Teil dieses Weges sehr steil aufwärts. Über eine feste Strassendecke, kommen wir zu den Häusern des Ortskerns und zum Ende der Wanderung - am Kirchplatz der Iglesia de la Virgen de Candelaria, der Gemeinde Frontera im Golf-Tal.

Quelle: Cabildo de El Hierro http://www.elhierro.es/index.php
Eine Karte, auf der die Wanderung eingezeichnet ist, gibt es im Tourismusbüro in Valverde, der Hauptstadt El Hierros.


 

Wandern auf El Hierro

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Teneriffa.com - Details der Jinama Wanderroute Quelle: Cabildo El Hierro
Details der Jinama Wanderroute Quelle: Cabildo El Hierro
Teneriffa.com - Höhenprofil der Jinama Wanderung
Quelle: Cabildo El Hierro
Höhenprofil der Jinama Wanderung Quelle: Cabildo El Hierro
Teneriffa.com - Zeichenerklärung zu den Details der Jinama Wanderung. Quelle: Cabildo El Hierro
Zeichenerklärung zu den Details der Jinama Wanderung. Quelle: Cabildo El Hierro
 

 
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